UNBEKANNTES SPANIEN (2): EIN BUMMEL DURCH PORTUGALETE 0
Ich liebe die Altstadt von Portugalete. Wie schon so oft begann ich neulich meinen Morgenspaziergang oben bei der Basilika Santa María mit ihrem schlanken gotischen Mittelschiff, Seitenkapellen und Glockenturm. Von ihrer Anhöhe aus überragt sie den Stadtkern und beherrscht die Mündung des Nervión, dessen Ufer die berühmte, ein bisschen nach Eiffelturm aussehende Hängebrücke ‘Puente de Vizcaya‘ verbindet.
Es regnete leicht und bevor ich zum Rathaus hinunterging, wartete ich einen Moment auf den Glockenschlag, der stets metallisch klingt, rhythmisch und doch
auch verschlafen. Etwas weiter unten, zu Füssen der Kirche, steht das Herrschaftshaus des Lope García de Salazar, einst der Probst von Portugalete, dessen Turm in ein Museum umgewandelt wurde. Man hat die Steinmauern ausgebessert; trotzdem scheint das Haus mir immer uralt zu sein. Trutzig stemmt es sich uns entgegen, eine Ruine der stillen, toten Zeit, Überrest der Kriege, die im späten Mittelalter Bizcaya verwüsteten. Davor hält auf ihrem Sockel die elegante Statue des Chronisten und mutigen Streiters für seinen Klan Wache: ein Bein leicht nach vorn gesetzt, umklammert er mit der Linken das Heft des Kurzschwertes; die Rechte zeigt ein offenes Buch; das Wappen sitzt auf seiner Hüfte. Die Kirche, der Turm und der erste Historiker Bizcayas bilden ein unzertrennliches Dreigespann aus der Stadtgeschichte. Dies ist mein Lieblingsplatz, und ich schaue immer zurück, als ob ich diesen Anblick nie wiedersehen würde.
Die Strasse Santa María führt von hier zum Rathausplatz. Ich ging vorsichtig weiter, bespritzte meine Schuhe in den Pfützen des Kopfsteinpflasters und stellte mich schliesslich bei den Rathausarkaden unter, um ein Nachlassen des Regens abzuwarten. Die Farbe der klassizistischen Fassade ist jetzt ein mildes Orange wie von Herbstblättern. Bis vor kurzem war sie in grellem Blau gestrichen, ein zugegebenermassen gewagter Farbton, der die Kritiken vieler Bürger und den Spott von Anwohnern des anderen Ufers hervorrief. Das dort gelegene Las Arenas in Getxo ist heutzutage ein gutbürgerlicher Stadtteil, war jedoch früher von der Verwaltung durch das damals mächtigere Portugalete abhängig.
Ein paar Minuten später hörte der Regen auf und hinter den Wolken tasteten sich schwächliche Sonnen-strahlen hervor. Ich überquerte den Platz, in dessen Mitte ein alter Musikpavillion steht, und beobachtete einen schmutzigroten, leicht ange- rosteten Frachter unter der Flagge von Panama, der die Flussmündung herauffuhr. Sein Bug durchschnitt das Wasser mit kühlem Brausen, das der Dampfer mit einem langgezogenen Hupen zu übertönen versuchte. Ein Schwall salziger Meeresluft, gewürzt mit Möwenschreien, erreichte mich und ich atmete tief ein und schloss die Augen, um den flüchtigen Eindruck zu geniessen.

Aber schon knatterten Autoreifen über den feuchten Asphalt auf mich zu: mein Freund Arturo kam, um mich abzuholen. Sobald ich im Wagen sass, verschwand der Zauber meiner Stadt, der mich eben noch umfangen hatte, im steinigen Geklapper des alten Dieselmotors.
“Bis zum nächsten Mal, Portugalete!”

Hat Ihnen dieser Bummel durch Portugalete gefallen? Das Städtchen ist Teil des Grossraums von Bilbao und Sie erreichen es mit dem Bus oder Nahverkehrszug in etwa 15 Minuten . In Bilbao gibt es viele verschiedene Hotels, aber wenn Sie ein Hotel direkt in Portugalete vorziehen, dann klicken Sie bitte hier: das Gran Hotel Puente Colgante wird Sie nicht enttäuschen. Auch in Santurce (neben Portugalete) gibt es ein sehr empfehlenswertes Hotel mit dem schönen Namen ‘Palacio de Oriol‘.
Text: José Manuel Aparicio
Fotos: www.soydeportugalete.com
ordwesten der Provinz suchten, ist in jenen Dörfern heute noch zu spüren. Diese herbe, strenge Gegend mit starken klimatologischen Kontrasten, die den Charakter und die Lebensweise ihrer Bewohner prägen, bietet sich dem aufnahmebereiten Besucher als faszinierende Landschaft dar, deren Zauber in beschaulichen und ruhigen Orten zu finden ist.
Die ausgedehnten Weiden in der Umgebung der Ortschaften sind die Welt der Hirten und Wanderhirten, deren Aktivitäten noch immer das wirtschaftliche Rückrat der Gegend darstellen; ergänzt werden sie durch kleine Gärten und Anbauflächen, die den Eigenbedarf der Familien decken.
Aus diesen Gründen und auch der Eindrücke wegen, die jeder Reisende bei einem Besuch der Region für sich entdecken und erspüren kann, wurde Babia zum Schutzgebiet der Biosphäre erklärt. Wer es kennt und liebt, empfiehlt Babia als das ideale Umfeld, um zu sich zu finden und eine schon verloren geglaubte Besinn-lichkeit neu zu erleben.
Das wunderschöne Römische Theater von Mérida ist in jedem Sommer Kulisse für ein Theaterfestival, aber auch Konzerte und andere Veranstaltungen finden hier statt.
Weinlaub, glänzenden und matten Steinplatten insgesamt ein vergangener
Wir hatten wenig Zeit für den Morgenbummel durch Mérida eingepla
Wir waren viel zu lange in Sevilla geblieben. Etwa 100 km vor 

französischer Soldaten mit kräftig bemalten Gesichtern wollten uns barsch befragen; ein müder Schnurbinder liess sich gutmütig fotografieren…
Und das auf einem Archipel, auf dem der nächste Strand nie weiter als 40 km entfernt ist! Auf den Balearen galt die Küste aufgrund von geschichtlichen und kulturellen Traditionen jahrhundertelang als Gefahren- zone, die dem Angriff durch Piraten und Muslims ausge- setzt war. Deshalb hatte sich die Bevölkerung daran gewöhnt, im Inneren der Inseln zu leben. Bei der Verteilung von Erbschaften erhielten die ältesten Söhne stets die Ländereien im Binnenland, da diese als wertvoll betrachtet wurden. Die jüngsten Söhne mussten sich mit dem ‘wertlosen’ Küstenstreifen begnügen, auf dem auch nichts angebaut werden konnte. Paradoxerweise ist seit einigen Jahrzehnten der Wert dieser Ländereien in astronomische Höhen gestiegen.
Zonen wie Sa María de Lluchmajor, der Archipel Cabrera, die kleine unbewohnte Insel Tagomago oder die Küste von Ibiza bieten den Freunden des Tauchsports unver-gleichliche Unterwasserland-schaften, bevölkert von Zackenbarschen, Barrakudas, Mondfischen, Korallriffen, Seegraswiesen… An einigen Stellen besteht eine Sichtweite von mehr als 40 m.
Nachdem Kartagher, Phönizier, Iberer, Kelten, Gallier, Römer, Vandalen, Schwaben, Byzantiner, Muslime, Wikinger, Almohaden, Almoraviden, Normannen, Lombarden, Türken, Berber, Algerier, Piraten, Pisaner, Sizilianer, Genoveser, Florentiner, Venezianer, Katalanen, Aragonier, Navarresen, Italiener, Briten, Holländer, Franzosen, Griechen und Nordamerikaner die Balearen besetzt, besiedelt oder beeinflusst hatten, begann zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine friedliche Invasion durch Touristen aus aller Welt.
Tirant. Die Einheimischen konnten nicht verstehen, weshalb sich jemand an einem so verlassenen Ort ansiedeln wollte und beschuldigten ihn, ein Spion zu sein. Das Tourismusministerium nahm ihn dem Kriegsministerium gegenüber in Schutz, damit er nicht der Spionage angeklagt wurde, denn Hartung war im Wortlaut des betreffenden Schreibens: “…der einzige Ausländer, den wir zur Niederlassung auf der Insel bewegen konnten”.
Der Ort ist die östlichste Gemeinde des Landes und sein Ostzipfel wiederum ist Kap S’Esperó am Ende von La Mola auf einer geographischen Länge von 8 Grad, 0 Minuten, 52 Sekunden (39º, 52′, 34” geographische Breite). Die Balearen befinden sich auf dem gleichen Breitengrad wie Ankara (Türkei), Pyongyang (Nordkorea), Sacramento, Denver, Kansas und Philadelphia (USA) und das Azoren-Archipell, sowie auf dem gleichen Längengrad wie Paris, Algier oder Niamey (Niger).
Eigenartigerweise ist er nicht in den hohen Bergen zu finden, sondern auf Ibiza, wo er der Ortschaft Santa Eulária des Riu (Santa Eulalia del Río), also ‘am Fluss’, zu ihrem Namen verholfen hat. Wenn man die Strasse von Cala Llonga benutzt, kommt man am Eingang des Ortes zu diesem Fluss. Sein elf Kilometer langer Lauf bewässerte früher die fruchtbarsten Anbaugebiete von Ibiza, ist jedoch heutzutage an vielen Stellen ausgetrocknet. Seine grösste Bedeutung bestand darin, dass 
Griechenland, südlich und westlich von Athen; Llevant, aus dem Osten; Xaloc (Siroco; sein Name verweist auf Syrien) weht bei rötlichem Himmel und Hitze aus dem Südosten; Migjorn, von Süd; Ponent, von West; Mistral (er heisst auch Maestro und kommt aus der Gegend von Rom) bläst von Nordwest; der Llebeig kommt aus Libyen. Der Ursprung aller dieser Winde befindet sich im Ionischen Meer, dort wo der Breitengrand 36ºN den Meridian 20ºO kreuzt.
schützen. Am nächsten Tag blies der Wind von Süden und so musste er eine neue Mauer bauen. Am Nachmittag kam der Llevant auf, der von Osten her wehte, und Adam konstruierte eine weitere Wand, um ihn abzuhalten. Als ihm schliesslich der Ponent aus Westen um die Nase pfiff, baute er eine vierte Mauer und fühle sich vor den Umbillen des Wetters geschützt, bis Regen drohte. Da setzte er seinem Bau ein Dach auf und hatte damit das erste Haus erbaut.
Klimawandel brächte zuviel Wärme in die jetzigen Anbauzonen, meint Juan Francisco Cacho, Weinexperte an der Uni Zaragoza. Lange Hitzeperioden machen die Trauben zu süss, während andere Elemente wie Aroma und Konsistenz unter dem rascheren Reifeprozess leiden und das Endprodukt oft mehr Alkohol enthält als früher: bisher waren 12% normal, während jetzt häufig bis zu 16% gemessen werden. Lionel Gourgue, Weinbauexperte in der Region Ribera del Duero, fügt hinzu, dass die spanischen Winzer bis in die 80er Jahre hinein ihre Rebstöcke prinzipiell an Hügeln anlegten und erst danach auch im Tiefland gepflanzt haben. Die klimatologischen Bedingungen der Hügel hätten von alters her die Reifung der Trauben hinausgeschoben und damit die Qualität verbessert.
Eine Schmetterlingsstudie in der spanischen Sierra de Guadarrama ergab, dass die 16 untersuchten Arten in den letzten 35 Jahren durchschnittlich 212 m bergauf gewandert sind. Während dieses Zeitraums stiegen die Temperaturen um 1,3º C an, und damit befand sich die optimale Temperatur für Schmetterline 225 m höher in den Bergen. Durch den “Umzug” nach oben verloren die Tiere ein Drittel ihres Lebensraumes. Tiere und Pflanzen können ihren Lebensräumen nicht unbegrenzt folgen, und so werden zukünftig vermutlich viele Arten verdrängt werden. Besonders schwer betroffen sind Tierarten in den Polargebieten und hoch oben in den Bergen, die nur begrenzte oder keine Ausweichmöglichkeit mehr haben.
der Niederschläge auf der iberischen Halbinsel warnen. Der Klimawandel, so berechnen Experten, könne zu einer immer schnelleren Verwüstung und Versteppung des Landes führen. Während die regierenden Sozialisten vom Klima reden und erneuerbare Energien fördern, ist für den konservativen Oppositionsführer Mariano Rajoy die Klimadebatte übertrieben. “Mein Cousin ist Physiker und er sagt, dass der Klimawandel nicht das grosse weltweite Problem ist”, erklärte Rajoy anlässlich eines Al-Gore-Besuchs in Spanien.
Nach einer Studie der Uni Barcelona passen sich die Bäume dem Klimawandel an. Zusammen mit Forschern aus Potsdam haben die Fachleute ermittelt, dass die vom Klimawandel geschaffenen Umweltbedingungen eine Synchronisierung des Wachstums von Bäumen mit dem Klima erzeugen können. So hat der Temperaturanstieg und der Rückgang der Niederschläge in den für das Wachstum der Bäume speziell wichtigen Monaten eine Synchronisierung ihrer Wachstumsmuster sowohl in Bezug auf die Breite der Ringe als auch ihre chemische Zusammensetzung hervorgerufen.
Diese Vorrichtungen - tausend Mal wirksamer bei der Beseitigung von CO2 aus der Atmosphäre als echte Bäume - könnten im Verlauf der nächsten Jahrzehnte eingeführt werden. Tim Fox, Direktor für Umweltschutz und Klimawandel der Institution of Mechanical Engineers, gab bekannt, dass die Prototypen schon funktionieren: künstliche Bäume, die mit einem hochgespannten Netz CO2 aus der Atmosphäre beseitigen.







… der Koch von