SPANIEN NACH MASS bietet auf unterhaltsame Weise Informationen, die in anderen Reiseführer oder auch -Blogs über Spanien nicht oder sehr oberflächlich enthalten sind.

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Archive for the ‘Museen in Spanien’


MÉRIDA (2) …ABER AUF JEDEN FALL DAS RÖMISCHE THEATER 1

Posted on Januar 11, 2010 by dorotea

Theater MéridaDas wunderschöne Römische Theater von Mérida ist in jedem Sommer Kulisse für ein Theaterfestival, aber auch Konzerte und andere Veranstaltungen finden hier statt.

Wir haben es im November besucht und waren (fast) allein mit den ehrwürdigen Steinen, den perfekt restaurierten Säulen, der BronzestatZeitsteinue einer spanischen Schauspielerin, dem in der Vormittagssonne glühenden Weinlaub Theater  MéridaWeinlaub, glänzenden und matten Steinplatten insgesamt ein vergangener Pracht geweihter Ort, auf den zwischen den Säulen und hinter den Gärten ganz einfache Wohnhäuser des heutigen Mérida hinunterblicken.

Ausgrabung MéridaWir hatten wenig Zeit für den Morgenbummel durch Mérida eingeplant, gerade mal zwei Stunden. Machen Sie diesen Fehler nicht, sondern wandeln Sie mit Muse durch die Stadt, in der die Vergangenheit überall gegenwärtig ist: Ausgrabungen auf privaten Grundstücken, nur durch einen Bauzaun vom Alltagsleben getrennt, Denkmäler und Mauerreste und natürlich das eindrucksvolle Gelände des Römischen Theaters und Amphitheaters, vor dessen Kulisse die Zeit auch Ihnen wohl belanglos vorkommen wird.

Das Museum für Fundstücke der Römerzeit war leider geschlossen (montags); alle anderen Denkmäler Méridas können auch am Montag besucht werden. Eine kleine Touristenbahn fährt durch die Stadt und Informationen aller Art erhalten Sie von den freundlichen Damen des Fremdenverkehrsbüros am Gelände des Römischen Theaters.

Hotels in Mérida - ausser dem im ersten Teil erwähnten, empfehlenswerten Nova Roma - gibt es eine ganze Reihe. Bitte klicken Sie hier, um zur Hotelliste zu gelangen.

MÉRIDA (1) …NICHT NUR DAS RÖMISCHE THEATER 1

Posted on November 26, 2009 by dorotea

Am Rand von SevillaWir waren viel zu lange in Sevilla geblieben. Etwa 100 km vor Mérida wurde der bislang aufregend wolkige, aber blaue Himmel stufenweise dunkler. Die Sterne leuchteten unbeeinträchtigt von Lichtverschmutzung und Regimenter krummer Korkeichen und buschiger Olivenbäume zeichneten Schattenrisse auf die Hügel an der Strasse.

Es darf getrommelt werden... Goya-Markt in Mérida

Entgegen unserer Befürchtungen war die Ein- und Durchfahrt von Mérida absolut harmlos: gut beschildert und wenig befahren: “Reisender, kommst du nach Mérida, dann versuche, die Stadt am Sonntagabend zu erreichen!”

Ein Bummel durch die recht belebten Strassen zeigte auch im Dunklen alte Mauerreste, spanische Kleinstadthäuser, Brunnen und einen Platz mit Terrassenlokalen, die gerade erst leerer wurden: Mitte November um 20 Uhr ein erwähnenswerter Luxus bei angenehmen 18ºC.

Französische Soldaten auf dem Goya-Markt

Obendrein hielt Mérida gerade einen gut besuchten “Mercado Goyesco” ab. Auf dem ausgedehnten Markt im Zeichen der Zeit des Malers Goya boten passend gekleidete Verkäufer Schönes und Seltsames an: Kerzen, Seifen, Keramik, Teppiche und Schmuck, aber auch Hartwurst im Aschenmantel, Rehschinken, baskischen Kuchen und Lammkeulen auf einem gigantischen Grill.

Mit Trommel und Flöte zog eine Gruppe von Musikanten vorbei; eine Patrouille Schnurbinder auf dem Goya-Markt in Méridafranzösischer Soldaten mit kräftig bemalten Gesichtern wollten uns barsch befragen; ein müder Schnurbinder liess sich gutmütig fotografieren…

Das Abendessen im Restaurante ‘Vía Flavia´ bestand aus Tapas: die Tosta de Solomillo de Cebón (Schweinelende mit Paprikaschoten auf getoastetem Landbrot) ist absolut zu empfehlen, ebenso wie die mit Morcilla de Burgos (Blutwurst mit Reis).


Ein Hotel in Mérida hatten wir uns natürlich schon ausgesucht. Wenn Sie hier klicken, finden Sie mehrere Angebote. Wir waren mit dem Hotel Nova Roma ganz in der Nähe des eindrucksvollen Ausgrabungsgeländes des Römischen Theaters und Amphitheaters sehr zufrieden: freundlicher Service und sehr ruhige Zimmer; eine geräumige Garage hat das Etablissement auch zu bieten.

(wird fortgesetzt)

Fotos: Sergio González Fulde

MUSEEN IN SPANIEN (1) : PUPPENHAUSMUSEUM IN MÁLAGA 2

Posted on August 29, 2009 by dorotea

Entdeckung am Nachmittag

Eigentlich wollten wir ja in das Picasso-Museum,  zu dem „großen Sohn“, dem Malaga jetzt viel Aufmerksamkeit widmet. Aber dann strahlte die Sonne so hell und der blaue andalusische Himmel wölbte sich über dem Platz vor dem Geburtshaus des Malers, dass uns ein Bummel durch Malaga noch verlockender erschien.

Puppenhausmuseum Málaga

Innenhof des Museums

Dies änderte sich jedoch sofort, als uns beim Schlendern durch die kleinen Strassen rund um den Platz ein Schild ins Auge fiel: Museo Casas de Muñecas – Museum für Puppenhäuser. Wir kennen Malaga schon lange, aber das war wirklich eine Neuentdeckung. Und wir hatten Glück, das kleine Museum hatte geöffnet. Die Tür war zwar geschlossen, aber auf unser Läuten hin kam sofort die nette Dame von der Kasse und öffnete uns.


Ein zauberhaftes Haus empfing uns. Es stammt aus dem 17.Jahrhundert, wie uns dann die Inhaberin der Sammlung, Señora Voria Harras, erzählte. Es ist wunderschön restauriert und wirkt fast selbst wie ein Puppenhaus. Es wurde vor wenigen Jahren eröffnet und liegt ein bisschen versteckt zwischen den Nachbarhäusern. Der Eintritt kostet etwa 5 Euro und dann betritt man einen hübschen, kleinen Lichthof, dahinter befinden sich gleich die ersten Exponate.


Völlig ungestört nahmen wir den Lift in den zweiten Stock und konnten uns an den ausgestellten Puppenhäusern und den vielen, liebevoll gestalteten Details erfreuen.

Puppenhäuser - rundherum interessant

Auf zwei Etagen sind in verschiedenen kleinen Räumen über fünfzig Puppenhäuser ausgestellt. Die meisten von ihnen stammen aus Spanien, aber es gehören auch englische, französische, deutsche und ein österreichisches Bauernhaus zu der Sammlung.

Verschiedene Exponate

Die Häuser aus Spanien zeigen jeweils das Typische aus ihrer Region. Gleich im zweiten Raum findet man zweiundzwanzig verschiedene  Häuschen, die ein passionierter Bastler gestaltet hat, die alle unterschiedlich den Baustil in den Dörfern rund um Malaga dokumentieren.

Die großen Häuser sind alle reich ausgestattet und mit vielen Kleinigkeiten versehen. Natürlich fehlen die dazu passenden Puppen nicht, auch hier gibt es einiges zu entdecken.

Interieur eines Puppenhauses


Es dauerte eine ganze Weile bis wir über die alte steile Treppe wieder im Erdgeschoß landeten. Da gab es dann auch noch einen kleinen Laden, in dem es alles für Puppenhäuser gibt, alte und neue Miniaturen, kunstvoll gestaltet,

Armand Marseille

Auch die eine oder andere Puppe warten hier auf ihren neuen Besitzer. Bei einer war es gleich Liebe auf den ersten Blick und sie begleitete uns nach Deutschland. Es ist eine Armand Marseille, 390, also nicht so selten, aber mit einem sehr lieben Gesichtsausdruck.


Freundlich erzählte uns Señora Harras noch einiges über das Haus und die Ausstellung.

Wieder auf der Strasse, hatten wir das Gefühl, eine bezaubernde Entdeckung gemacht zu haben, ein unerwartetes Geschenk an diesem Nachmittag.

...eine Entdeckung am Nachmittag

Bei einem Aufenthalt in Malaga also eine empfehlenswerte Adresse:
Museo Casas de Muñecas, Málaga, C./Alamos, 32.

Puppenhaus-Haus

In der Nähe dieses Museums und anderer Sehenswürdig-keiten gibt es in der Altstadt von Málaga zahlreiche Hotels aller Kategorien. Nur ein paar Häuser weiter, in der gleichen Strasse, befindet sich z.B. bei Nr. 27 das ‘Hotel del Pintor’, ein vorzüglicher Ausgangspunkt, um die Innenstadt von Málaga zu entdecken oder in 10 Gehminuten zum Stadtstrand La Malagueta zu laufen. Für Hotelangebote im Zentrum von Málaga, klicken Sie bitte hier.


Text und Fotos: Gabriele Fulde-Krauss




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