WILLKOMMEN IM BASKENLAND 0

Puente de Vizcaya
Es waren einmal… ein Italiener, ein Neuseeländer und ein Spanier, die sich nach achtjähriger Trennung zusammenfanden, um drei Tage lang die Schönheiten und Eigenheiten von Vizcaya und Guipúzcoa -zwei der drei Provinzen des Baskenlandes- zu entdecken. Wir begannen unsere Reise in Portugalete, eine Stadt Vizcayas, die zum Grossraum Bilbao gehört, und deren eindrucksvolle Brückenkonstruktion ‘Puente Vizcaya’ 2006 zum Kulturerbe der Menschheit erklärt wurde. Meine Begleiter bestaunten sie mit offenem Mund, beschatteten ihre Stirn mit der Hand, um die strahlende Sonne abzuhalten und fotografierten unablässig: die elegante Struktur dieses Wunderwerks des Engineering, das so sehr an den Eiffelturm erinnert, lässt niemanden unberührt.
In Bilbao besuchten wir natürlich das Guggenheim-Museum, ein Wahrzeichen des modernen Bilbao, dessen Architektur aus einem Science-Fiction-Film zu stammen scheint. Auch von den vielen anderen Besuchern, die mit uns das Gebäude betrachten, hörten wir nur positive Kommentare über dieses fantastische Bauwerk.

Butrón-Burg Foto: www.xenayteyla.com
Dann liessen wir die Pflasterwelt hinter uns und tauchten tief in das grüne Vizcaya ein, bis hin zur Butrón-Burg, einer ganz besonderen Festung. Sie steht auf einer kleinen Erhöhung inmitten eines laubreichen Eichen-waldes. Die in ihrer Exotik unwirklich anmutende Fassade in gothischem und nördlichem Stil setzt sich aus unglaublichen Formen von Zinnen, Würfeln und Fenstern zusammen, die eine chaotisch gelungene Mischung ergeben: ein Märchenschloss, das an den bayrischen Traum Ludwigs II. erinnert.
Der nächste Halt war San Juan de Gaztelugatxe, ein Geschenk der Natur, das sich der Mensch zu eigen gemacht hat. Es ist ein Inselchen, zu dessen Gipfel eine Treppe führt, die von der Ferne an die chinesische Mauer erinnert. Ganz oben steht eine kleine Einsiedlerkapelle, von der aus man das schroffe Profil der Küste betrachtet, an deren stolzen Felsen das Meer unaufhörlich brandet.

Gaztelugatxe Foto: Multisanti
Nach Vizcaya besuchten wir San Sebastián, die Hauptstadt der Provinz Guipúzcoa, das kleine Paris Spaniens. Eine Stadt voll Bohéme und Leben, deren Bauten Kunstwerke sind und der die Natur mit einem muschelförmigen Strand die Krone aufsetzt. Der atemberaubende Ausblick vom Igueldo-Berg gilt als einer der fünf schönsten der Welt und gibt dem Betrachter das Gefühl, ein Vogel zu sein.
Nach diesem Höhenflug kehrten wir zu irdischen Genüssen zurück: Die Gastronomie des Baskenlandes ist eine Klasse für sich und in San Sebastián kocht in jeder Taverne ein Chef. Deswegen lädt hier, in der Hauptstadt der ‘tapa’, sogar ein schlichtes Tagesmenü in der Altstadt den Gast zum Träumen ein: vorzügliche Qualität der Zutaten, elegante Präsentation und geschmacklicher Hochgenuss. Meine Freunde versicherten mir, dass das Essen im Baskenland so köstlich sei, dass sie schon allein aus diesem Grund unbedingt wiederkommen wollen.

Freunde im Baskenland - Foto: José Manuel Aparicio
Unsere gemeinsame Reise, kurz aber intensiv, war viel zu früh zu Ende. Als Gastgeber in meiner Heimat bin auch ich immer wieder von ihrer Schönheit und Vielfalt überrascht. Gönnen Sie sich einen Abstecher ins Baskenland, Sie werden es nicht bereuen.
Dazu empfehlen wir Ihnen Hotels in Vizcaya und Guipúzcoa . Wenn Sie mehr von San Sebastián wissen wollen, lesen Sie bitte unseren Post über ‘San Sebastián und La Concha‘.
Text: José Manuel Aparicio
Als wir am späten Vormittag aus Villalpando in Richtung
oder Mäuse jagenden Raubvögel - Falken, Bussarde, Milane, u.a. - haben ihr Tagwerk noch nicht beginnen können und warten gelassen auf den Lichtposten oder Meilensteinen, ob das Wetter nun wirklich besser wird. Solange das Auto nicht anhält und niemand aussteigt, halten sie es instinktiv für ungefährlich sitzen zu bleiben.
Nicht zum Sitzen kommen die Pilger des 
mit dichtem Baumbestand. Am See angekommen hat man das Gefühl weit weg zu sein, in den Alpen oder einem anderen Gebirge. Die Spiegelbilder im Wasser wetteifern mit dem Original: blauer, klarer, zarter… und bei unserem Besuch setzten die Herbstfarben noch besondere Akzente, auch wenn die Sonne schon bald wieder verblasste und wir uns auf die Rückfahrt machen mussten.
Der Slogan, mit dem die kantabrische Regierung für die Region wirbt, könnte gar nicht treffender sein: “Unendliches Kantabrien”. Und es ist wirklich so. Eine vielseitige Region, so vielfältig, dass es schwerfällt, ein einziges ihrer Merkmale hervorzuheben, ohne die anderen ungerecht zu behandeln. Behagliche Gasthäuser, einzigartige Dörfer, in denen die Zeit still steht, spektakuläre Landschaften, grossartige Strände, vorgeschichtliche Höhlen
Hier verwandelt sich das Grau des Himmels in Kunst und berührt die Haut der Erde so zart wie die Liebkosung einer Mutter. Der Himmel regnet auf
gewählt für alle, deren Zuflucht in der Vitalität einer Stadt liegt, die Moderne mit geschichtlicher Architektur verbindet. Ein herrliches Beispiel ist der Königspalast - Palacio Real de la Magdalena -, Sommerresidenz von
Am besten man fährt in Richtung Kathedrale und lässt das Auto in einem der Parkhäuser in ihrer Nähe stehen. Das Tourismus-Informationsbüro liegt ziemlich weit oben und gleich daneben führt eine kleine Strasse zum Aussichtspunkt über den 

Am frühen Nachmittag (in Spanien 15h bis 17h) klappt Zamora die Bürgersteige hoch. Kaum ein Passant stört die Stille; nur zwei alte Herren in Gesellschaft eines schweigsamen Dritten haben sich verplaudert und eine kühle Novembersonne leuchtet durch die 

Es gibt ein anderes Granada, durch das der Besucher achtlos schlendert, weil seine ganze Aufmerksamkeit auf das Renaissance-Bauwerk gerichtet ist, mit dem die Katholischen Könige die maurische Pracht zu Grabe trugen. Ja, es gibt noch ein anderes maurisches Granada, nicht nur die Alhambra oder die Gärten des Generalife. Ein alltägliches und doch geheimnisvolles “Garnata”, das sich nicht dem eiligen
Touristen, wohl aber dem aufmerksamen Besucher erschliesst, der es wagt, sich in den steilen, gewundenen Gassen des
Bauten im letzten Sonnenlicht glühen und ihrem Namen “die Rote” alle Ehre machen, kann der Besucher anhand der verschiedenen Umrandungen und Mauerringe verstehen, wie die Stadt gewachsen ist…
Im 11. Jahrhundert wurde sie von der Ziri-Dynastie restauriert und erhielt den Namen Alcazaba Gigida. Ausserhalb der Mauern entstanden verschiedene Stadtteile, die nach Norden den Vorort Albayzín bildeten, dessen Zentrum der Platz Plaza Larga war. In den Häusern um diesen Platz herum und in seiner Umgebung wohnten Handwerker, nach ihren Gremien zusammengefasst. Diese konnten die beste Badeanlage der Stadt nutzen: die Strasse des Wassers (Calle del Agua).
Der Albayzín ist damit die erste Palaststadt. Die Residenz des Ziri-Herrschers befand sich im Palacio del Gallo, der bis vor einigen jahren unter der Bezeichnung Casa de la Lona erhalten blieb.
heute zu sehen sind: eine grosse Moschee (heutzutage die Salvador-Kirche), Gerichtshof, öffentliche Bäder wie El Bañuelo, der Palast Dar al Horra, der Hof des Hauses in der Gasse Callejón de San Luis, das Hospital oder Maristán und viele andere Gebäude. Jedes Haus, jedes Kloster bewahrt in seinem Interieur Spuren der damaligen Architektur.
Viele verschiedene Tore führen in den Albayzín: Elvira, Los Tableros, Monaita, Los Alfareros, Bibalbonud, Las Pesas… sie zu durchschreiten ist wie der Beginn eines Pilgergangs auf der Suche nach den Schatten ihrer einstigen Bewohner, die sich von ihren geliebten Plätzen und Gärten nicht trennen können.
Im 19. Jahrhundert wählte der spanische Königshof für seinen Sommeraufenthalt San Sebastián, die Provinzhauptstadt von
beruht auf der tief verwurzelten Beziehung zwischen Stadt und Meer. Wo diese beiden verschmelzen, ergibt sich ein wunderbares Zusammenspiel, ein Geschenk der Natur: der Strand La Concha. Naturkräfte haben hier den Sand modelliert, bis er zu einem der schönsten Stadtstrände der Welt wurde. Ein Halbmond, der den zufälligen Besucher überrascht und immer wieder beglückt, wer zu ihm zurückkehrt, um sich von seiner transparenten Brise wiegen zu lassen.
Bei jeder Fahrt durch Spanien sollte auf dem Reiseplan unbedingt
Die
Die beiden Kathedralen der Stadt bilden einen gewaltigen Gebäudekomplex:: die ‘Alte Kathedrale’ (Catedral Vieja) ist ein Juwel der romanischen Baukunst. Von ihrem schön gelegenen ‘Kleinen Hof’ (Patio Chico) aus hat der Besucher einen wunderbaren Ausblick auf den ‘Hahnenturm’ (Torre del Gallo). Der Grundriss der ‘Neuen Kathedrale’ (Catedral Nueva) hat drei Kirchenschiffe und zwei Kapellen. Die Bauarbeiten begannen im 16. Jahrhundert und wurden im 18. Jahrhundert beendet, wobei die Alte Kathedrale erhalten blieb. Ihr Stil mischt Gotik und Barock. Die Hauptfassade ist mit Reliefs und religiösen Statuen verziert.
Die Hausfront der “Casa de las Conchas” ist mit über dreihundert steinernen Muscheln geschmückt, die auf den Jakobsweg verweisen; im ‘Haus der Lilie’ (Casa Lis) ist das Archiv der Guardia Civil untergebracht. Die ‘
Stierzucht und 
Viele Wege führen nach
Die Dörfer, die dieser Strasse ihre wenigen Kurven aufzwingen, sind rostrot, beige, braun, sienna und ockerfarben. Grösstenteils haben Backsteinfassaden den alther-gebrachten ‘Adobe’-Ziegel ersetzt: ein aus Lehm und Stroh geformtes und an der Sonne getrocknetes Bauelement. Viele der damit erbauten Häuser sind verlassen und ihre Dächer nach innen gesackt. Verzogene Holztüren, winzige Fenster mit hängenden Läden und lange Grasbüschel auf den eingefallenen Giebeln zeigen, welche Familien das Dorf schon vor langem verliessen. Andere ‘Dorfflüchtlinge’ kommen im Sommer zum Jahresfest und schicken Geld, damit das Vaterhaus hergerichtet werden kann.
An den Dorfstrassen sieht man hauptsächlich alte Frauen in dunkler Kleidung, denn immer muss für einen Verwandten Trauer getragen werden, und betagte Männer, die zur Bar gehen oder sich vor einer Hauswand zusammensetzen. Ein paar junge Leute in Arbeitskleidung schaffen in den Ställen und auf den Feldern oder fahren Waren aus. Die Kinder werden morgens vom Schulbus in die Kreisstadt geholt und sind erst nachmittags wieder da.
Ich liebe die Altstadt von
auch verschlafen. Etwas weiter unten, zu Füssen der Kirche, steht das Herrschaftshaus des Lope García de Salazar, einst der Probst von Portugalete, dessen Turm in ein Museum umgewandelt wurde. Man hat die Steinmauern ausgebessert; trotzdem scheint das Haus mir immer uralt zu sein. Trutzig stemmt es sich uns entgegen, eine Ruine der stillen, toten Zeit, Überrest der Kriege, die im späten Mittelalter Bizcaya verwüsteten. Davor hält auf ihrem Sockel die elegante Statue des Chronisten und mutigen Streiters für seinen Klan Wache: ein Bein leicht nach vorn gesetzt, umklammert er mit der Linken das Heft des Kurzschwertes; die Rechte zeigt ein offenes Buch; das Wappen sitzt auf seiner Hüfte. Die Kirche, der Turm und der erste Historiker Bizcayas bilden ein unzertrennliches Dreigespann aus der Stadtgeschichte. Dies ist mein Lieblingsplatz, und ich schaue immer zurück, als ob ich diesen Anblick nie wiedersehen würde.
Ein paar Minuten später hörte der Regen auf und hinter den Wolken tasteten sich schwächliche Sonnen-strahlen hervor. Ich überquerte den Platz, in dessen Mitte ein alter Musikpavillion steht, und beobachtete einen schmutzigroten, leicht ange- rosteten Frachter unter der Flagge von Panama, der die Flussmündung herauffuhr. Sein Bug durchschnitt das Wasser mit kühlem Brausen, das der Dampfer mit einem langgezogenen Hupen zu übertönen versuchte. Ein Schwall salziger Meeresluft, gewürzt mit Möwenschreien, erreichte mich und ich atmete tief ein und schloss die Augen, um den flüchtigen Eindruck zu geniessen.

ordwesten der Provinz suchten, ist in jenen Dörfern heute noch zu spüren. Diese herbe, strenge Gegend mit starken klimatologischen Kontrasten, die den Charakter und die Lebensweise ihrer Bewohner prägen, bietet sich dem aufnahmebereiten Besucher als faszinierende Landschaft dar, deren Zauber in beschaulichen und ruhigen Orten zu finden ist.
Die ausgedehnten Weiden in der Umgebung der Ortschaften sind die Welt der Hirten und Wanderhirten, deren Aktivitäten noch immer das wirtschaftliche Rückrat der Gegend darstellen; ergänzt werden sie durch kleine Gärten und Anbauflächen, die den Eigenbedarf der Familien decken.
Aus diesen Gründen und auch der Eindrücke wegen, die jeder Reisende bei einem Besuch der Region für sich entdecken und erspüren kann, wurde Babia zum Schutzgebiet der Biosphäre erklärt. Wer es kennt und liebt, empfiehlt Babia als das ideale Umfeld, um zu sich zu finden und eine schon verloren geglaubte Besinn-lichkeit neu zu erleben.