SPANIEN NACH MASS bietet auf unterhaltsame Weise Informationen, die in anderen Reiseführer oder auch -Blogs über Spanien nicht oder sehr oberflächlich enthalten sind.

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WILLKOMMEN IM BASKENLAND 0

Posted on Juni 22, 2010 by dorotea

Puente de Vizcaya

Puente de Vizcaya

Es waren einmal… ein Italiener, ein Neuseeländer und ein Spanier, die sich nach achtjähriger Trennung zusammenfanden, um drei Tage lang die Schönheiten und Eigenheiten von Vizcaya und Guipúzcoa -zwei der drei Provinzen des Baskenlandes-  zu entdecken. Wir begannen unsere Reise in Portugalete, eine Stadt Vizcayas, die zum Grossraum Bilbao gehört, und deren eindrucksvolle Brückenkonstruktion ‘Puente Vizcaya’ 2006 zum Kulturerbe der Menschheit erklärt wurde. Meine Begleiter bestaunten sie mit offenem Mund, beschatteten ihre Stirn mit der Hand, um die strahlende Sonne abzuhalten und fotografierten unablässig: die elegante Struktur dieses Wunderwerks des Engineering, das so sehr an den Eiffelturm erinnert, lässt niemanden unberührt.

In Bilbao besuchten wir natürlich das Guggenheim-Museum, ein Wahrzeichen des modernen Bilbao, dessen Architektur aus einem Science-Fiction-Film zu stammen scheint. Auch von den vielen anderen Besuchern, die mit uns das Gebäude betrachten, hörten wir nur positive Kommentare über dieses fantastische Bauwerk.

Schloss Butrón Foto: www.xenayteyla.com

Butrón-Burg Foto: www.xenayteyla.com

Dann liessen wir die Pflasterwelt hinter uns und tauchten tief in das grüne Vizcaya ein, bis hin zur Butrón-Burg, einer ganz besonderen Festung. Sie steht auf einer kleinen Erhöhung inmitten eines laubreichen Eichen-waldes. Die in ihrer Exotik unwirklich anmutende Fassade in gothischem und nördlichem Stil setzt sich aus unglaublichen Formen von Zinnen, Würfeln und Fenstern zusammen, die eine chaotisch gelungene Mischung ergeben: ein Märchenschloss, das an den bayrischen Traum Ludwigs II. erinnert.

Der nächste Halt war San Juan de Gaztelugatxe, ein Geschenk der Natur, das sich der Mensch zu eigen gemacht hat. Es ist ein Inselchen, zu dessen Gipfel eine Treppe führt, die von der Ferne an die chinesische Mauer erinnert. Ganz oben steht eine kleine Einsiedlerkapelle, von der aus man das schroffe Profil der Küste betrachtet, an deren stolzen  Felsen das Meer unaufhörlich brandet.

Gaztelugatxe Foto: Multisanti

Gaztelugatxe Foto: Multisanti

Nach Vizcaya besuchten wir San Sebastián, die Hauptstadt der Provinz Guipúzcoa, das kleine Paris Spaniens. Eine Stadt voll Bohéme und Leben, deren Bauten Kunstwerke sind und der die Natur  mit einem muschelförmigen Strand die Krone aufsetzt. Der  atemberaubende Ausblick vom Igueldo-Berg gilt als einer der fünf schönsten der Welt und gibt dem Betrachter das Gefühl, ein Vogel zu sein.

Nach diesem Höhenflug   kehrten wir  zu irdischen Genüssen zurück: Die Gastronomie des Baskenlandes ist eine Klasse für sich und in San Sebastián kocht in jeder Taverne ein Chef. Deswegen lädt hier, in der Hauptstadt der ‘tapa’, sogar ein schlichtes Tagesmenü in der Altstadt den Gast zum Träumen ein: vorzügliche Qualität der Zutaten, elegante Präsentation und geschmacklicher Hochgenuss. Meine Freunde versicherten mir, dass das Essen im Baskenland so köstlich sei, dass sie schon allein aus diesem Grund unbedingt wiederkommen wollen.

Freunde im Baskenland

Freunde im Baskenland - Foto: José Manuel Aparicio

Unsere gemeinsame Reise, kurz aber intensiv, war viel zu früh zu Ende. Als  Gastgeber in meiner Heimat bin auch ich immer wieder von ihrer Schönheit und Vielfalt überrascht. Gönnen Sie sich einen Abstecher ins Baskenland, Sie werden es nicht bereuen.

Dazu empfehlen wir Ihnen Hotels in Vizcaya und Guipúzcoa . Wenn Sie mehr von San Sebastián wissen wollen, lesen Sie bitte unseren Post über ‘San Sebastián und La Concha‘.

Text: José Manuel Aparicio

SAN SEBASTIÁN UND LA CONCHA 0

Posted on März 24, 2010 by dorotea

San Sebastian und La ConchaIm 19. Jahrhundert wählte der spanische Königshof für seinen Sommeraufenthalt San Sebastián, die Provinzhauptstadt von Guipúzcoa im spanischen Baskenland. Donostia (so heisst San Sebastián auf Baskisch) riecht nach Boheme, nach dem Salz des Kantabrischen Meeres, nach dem Grün der Nordküste Spaniens. Manche vergleichen es mit Paris wegen der einzigartigen Schönheit seiner Gebäude und Strassen, die zum Meer hin ausgerichtet sind. Ein Besuch dieser Stadt ist für jeden Spanienreisenden ein Muss und das aus vielerlei Gründen… unter anderem der berühmten Tapas wegen, die oft als die besten Spaniens bezeichnet werden. Hier werden diese Imbisse in exotischen Geschmacksrichtungen gefällig präsentiert; ich selbst habe in ganz Spanien noch nie etwas Ähnliches entdeckt.

Aber mein Wunsch, immer wieder nach San Sebastián zurückzukehren, San Sebastián Strand La Conchaberuht auf der tief verwurzelten Beziehung zwischen Stadt und Meer. Wo diese beiden verschmelzen, ergibt sich ein wunderbares Zusammenspiel, ein Geschenk der Natur: der Strand La Concha. Naturkräfte haben hier den Sand modelliert, bis er zu einem der schönsten Stadtstrände der Welt wurde. Ein Halbmond, der den zufälligen Besucher überrascht und immer wieder beglückt, wer zu ihm zurückkehrt, um sich von seiner transparenten Brise wiegen zu lassen.

Aus eigener Erfahrung empfehle ich, auf den Igueldo-Berg zu steigen, dessen zauberhafter und unvergesslicher Ausblick jeden beeindruckt. Von der Anhöhe aus kann man sehen, wie die Bucht mit ihren Besuchern, den Liebespärchen, Dichtern, Touristen und Einheimischen flirtet… alle lassen sich von ihr verführen. Liebe auf den ersten Blick. Wenn Sie San Sebastián besuchen, werden Sie wiederkommen!

Leuchtturm auf dem Igueldo-Berg

Erst kürzlich hat The Times den Strand La Concha in der Liste der 20 schönsten Strände Europas erwähnt. Wollen Sie sich eine eigene Meinung bilden? Hotels in San Sebastián finden Sie hier.

Text: José Manuel Aparicio

Fotos 1+2 : www.wikipedia.org

Foto 3 : http://ketari.nirudia.com/522

UNBEKANNTES SPANIEN (2): EIN BUMMEL DURCH PORTUGALETE 0

Posted on Februar 01, 2010 by dorotea

Santa María in PortugaleteIch liebe die Altstadt von Portugalete. Wie schon so oft begann ich neulich meinen Morgenspaziergang oben bei der Basilika Santa María mit ihrem schlanken gotischen Mittelschiff,  Seitenkapellen und Glockenturm. Von ihrer Anhöhe aus überragt sie den Stadtkern und beherrscht die Mündung des Nervión, dessen Ufer die berühmte, ein bisschen nach Eiffelturm aussehende Hängebrücke ‘Puente de Vizcaya‘ verbindet.

Es regnete leicht und bevor ich zum Rathaus hinunterging, wartete ich einen Moment auf den Glockenschlag, der stets metallisch klingt, rhythmisch und doch Museum und Statue des Lope García de Salazarauch verschlafen. Etwas weiter unten, zu Füssen der Kirche, steht  das Herrschaftshaus des Lope García de Salazar, einst der Probst von Portugalete, dessen Turm in ein Museum umgewandelt wurde. Man hat die Steinmauern ausgebessert; trotzdem scheint das Haus mir immer uralt zu sein. Trutzig stemmt es sich uns entgegen, eine Ruine der stillen, toten Zeit, Überrest der Kriege, die im späten Mittelalter Bizcaya verwüsteten. Davor hält auf ihrem Sockel die elegante Statue des Chronisten und mutigen Streiters für  seinen Klan Wache: ein Bein leicht nach vorn gesetzt, umklammert er mit der Linken das Heft des Kurzschwertes; die Rechte zeigt ein offenes Buch; das Wappen sitzt auf seiner Hüfte. Die Kirche, der Turm und der erste Historiker Bizcayas bilden ein unzertrennliches Dreigespann aus der Stadtgeschichte. Dies ist mein Lieblingsplatz, und ich schaue immer zurück, als ob ich diesen Anblick nie wiedersehen würde.

Die Strasse Santa María führt von hier zum Rathausplatz. Ich ging vorsichtig weiter, bespritzte meine Schuhe in den Pfützen des Kopfsteinpflasters und stellte mich schliesslich bei den Rathausarkaden unter, um ein Nachlassen des Regens abzuwarten. Die Farbe der klassizistischen Fassade ist jetzt ein mildes Orange wie von Herbstblättern. Bis vor kurzem war sie in grellem Blau gestrichen, ein zugegebenermassen gewagter Farbton, der die Kritiken vieler Bürger und den Spott von Anwohnern des anderen Ufers hervorrief. Das dort gelegene Las Arenas in Getxo ist heutzutage ein gutbürgerlicher Stadtteil, war jedoch früher von der Verwaltung durch das damals mächtigere Portugalete abhängig.

Musikpavillion und Rathaus (in Blau)Ein paar Minuten später  hörte der Regen auf und hinter den Wolken tasteten sich schwächliche Sonnen-strahlen hervor. Ich überquerte den Platz, in dessen Mitte ein alter Musikpavillion steht, und beobachtete einen schmutzigroten, leicht ange- rosteten Frachter unter der Flagge von Panama, der die Flussmündung herauffuhr. Sein Bug durchschnitt das Wasser mit kühlem Brausen, das der Dampfer mit einem langgezogenen Hupen zu übertönen versuchte. Ein Schwall salziger Meeresluft, gewürzt mit Möwenschreien, erreichte mich und ich atmete tief ein und schloss die Augen, um den flüchtigen Eindruck zu geniessen.

Hängebrücke Vizcaya zwischen Portugalete und Getxo (Las Arenas)

Aber schon knatterten Autoreifen über den feuchten Asphalt auf mich zu: mein Freund Arturo kam, um mich abzuholen. Sobald ich im Wagen sass, verschwand der Zauber meiner Stadt, der mich eben noch umfangen hatte, im steinigen Geklapper des alten Dieselmotors.

“Bis zum nächsten Mal, Portugalete!”

Hafen und Kirche Santa María in Portugalete

Hat Ihnen dieser Bummel durch Portugalete gefallen? Das Städtchen ist Teil des Grossraums von Bilbao und Sie erreichen es  mit dem Bus oder Nahverkehrszug  in etwa 15 Minuten . In Bilbao gibt es viele verschiedene Hotels, aber wenn Sie ein Hotel direkt in Portugalete vorziehen, dann klicken Sie bitte hier: das Gran Hotel Puente Colgante wird Sie nicht enttäuschen. Auch in Santurce (neben Portugalete) gibt es ein sehr empfehlenswertes Hotel mit dem schönen Namen ‘Palacio de Oriol‘.

Text:  José Manuel Aparicio

Fotos: www.soydeportugalete.com

BLAUE FLAGGE - STRÄNDE IM SPANISCHEN BASKENLAND (9) 0

Posted on Juli 17, 2009 by dorotea

Die Nordküste Spaniens endet in östlicher Richtung mit der Autonomieregion des Baskenlandes an der Grenze zu Frankreich.

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Foto:  Josemaría Depazos

Nicht weit von Ea, dessen Strand EA mit der Blauen Flagge ausgezeichnet wurde,  befindet sich der Ort Elanchove (Elantxobe), dessen Strand Leya zu den unberührtesten und schönsten Stränden des Baskenlandes gehört und sich besonders zum Surfen eignet. Das Gleiche gilt für den Strand von Laida, von dem aus die Insel Isla de Ízaro zu sehen ist.

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Foto: wikipedia commons

Am 22. Juli begeht man hier das Fest der Magdalena, das an einen Streit der Orte Bermeo und Mundaka über den Besitz dieser Insel erinnert. Ein anderer interessanter Ort ist Lekeitio, nur wenige km von Ea entfernt. Guecho (Getxo), dessen Strand AZKORRI die Blaue Flagge wehen lassen darf, ist weniger als 17 km von Bilbao entfernt, wo Sie das eindrucksvolle Guggenheim-Museum Spaniens besuchen können, aber auch die Gastronomie nicht unbeachtet lassen sollten.

Guggenheim - Museum Bilbao

Noch näher an Getxo liegt der Ort Portugalete mit seiner Hängebrücke, die 1893 eingeweiht wurde. Um die statischen Berechnungen abzusegnen hat man damals sogar Gustave Eiffel zu Rate gezogen. Die Brückenpfeiler haben eine stattliche Höhe von 61 m, damit auch grosse Schiffe unter der Brücke hindurch fahren können.

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Foto: wikipedia commons

Auf die vielen Besonderheiten des Baskenlandes, seine vom Spanischen völlig unabhängige Sprache, die Gastronomie und Sehenswürdigkeiten kann hier nicht eingegangen werden. Wir werden Ihnen diese Informationen in einem späteren Artikel präsentieren.



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