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August 29, 2009 by
dorotea
Entdeckung am Nachmittag
Eigentlich wollten wir ja in das Picasso-Museum, zu dem „großen Sohn“, dem Malaga jetzt viel Aufmerksamkeit widmet. Aber dann strahlte die Sonne so hell und der blaue andalusische Himmel wölbte sich über dem Platz vor dem Geburtshaus des Malers, dass uns ein Bummel durch Malaga noch verlockender erschien.


Dies änderte sich jedoch sofort, als uns beim Schlendern durch die kleinen Strassen rund um den Platz ein Schild ins Auge fiel: Museo Casas de Muñecas – Museum für Puppenhäuser. Wir kennen Malaga schon lange, aber das war wirklich eine Neuentdeckung. Und wir hatten Glück, das kleine Museum hatte geöffnet. Die Tür war zwar geschlossen, aber auf unser Läuten hin kam sofort die nette Dame von der Kasse und öffnete uns.
Ein zauberhaftes Haus empfing uns. Es stammt aus dem 17.Jahrhundert, wie uns dann die Inhaberin der Sammlung, Señora Voria Harras, erzählte. Es ist wunderschön restauriert und wirkt fast selbst wie ein Puppenhaus. Es wurde vor wenigen Jahren eröffnet und liegt ein bisschen versteckt zwischen den Nachbarhäusern. Der Eintritt kostet etwa 5 Euro und dann betritt man einen hübschen, kleinen Lichthof, dahinter befinden sich gleich die ersten Exponate.
Völlig ungestört nahmen wir den Lift in den zweiten Stock und konnten uns an den ausgestellten Puppenhäusern und den vielen, liebevoll gestalteten Details erfreuen.

Auf zwei Etagen sind in verschiedenen kleinen Räumen über fünfzig Puppenhäuser ausgestellt. Die meisten von ihnen stammen aus Spanien, aber es gehören auch englische, französische, deutsche und ein österreichisches Bauernhaus zu der Sammlung.

Die Häuser aus Spanien zeigen jeweils das Typische aus ihrer Region. Gleich im zweiten Raum findet man zweiundzwanzig verschiedene Häuschen, die ein passionierter Bastler gestaltet hat, die alle unterschiedlich den Baustil in den Dörfern rund um Malaga dokumentieren.
Die großen Häuser sind alle reich ausgestattet und mit vielen Kleinigkeiten versehen. Natürlich fehlen die dazu passenden Puppen nicht, auch hier gibt es einiges zu entdecken.

Es dauerte eine ganze Weile bis wir über die alte steile Treppe wieder im Erdgeschoß landeten. Da gab es dann auch noch einen kleinen Laden, in dem es alles für Puppenhäuser gibt, alte und neue Miniaturen, kunstvoll gestaltet,

Auch die eine oder andere Puppe warten hier auf ihren neuen Besitzer. Bei einer war es gleich Liebe auf den ersten Blick und sie begleitete uns nach Deutschland. Es ist eine Armand Marseille, 390, also nicht so selten, aber mit einem sehr lieben Gesichtsausdruck.
Freundlich erzählte uns Señora Harras noch einiges über das Haus und die Ausstellung.
Wieder auf der Strasse, hatten wir das Gefühl, eine bezaubernde Entdeckung gemacht zu haben, ein unerwartetes Geschenk an diesem Nachmittag.

Bei einem Aufenthalt in Malaga also eine empfehlenswerte Adresse:
Museo Casas de Muñecas, Málaga, C./Alamos, 32.

In der Nähe dieses Museums und anderer Sehenswürdig-keiten gibt es in der Altstadt von Málaga zahlreiche Hotels aller Kategorien. Nur ein paar Häuser weiter, in der gleichen Strasse, befindet sich z.B. bei Nr. 27 das ‘Hotel del Pintor’, ein vorzüglicher Ausgangspunkt, um die Innenstadt von Málaga zu entdecken oder in 10 Gehminuten zum Stadtstrand La Malagueta zu laufen. Für Hotelangebote im Zentrum von Málaga, klicken Sie bitte hier.
Text und Fotos: Gabriele Fulde-Krauss